Das dritte Schwangerschaftstrimester

Das dritte Trimester ist eine spannende Zeit für Mama und Baby. Was passiert? Erfahre, wie weit dein Baby entwickelt ist – und worauf du während dieser letzten Schwangerschaftsphase besonders achtest.

 

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Dein Baby und du im letzten Trimenon

Herzlichen Glückwunsch liebe werdende Mama: Der Endspurt hat begonnen! Du näherst dich dem Tag, an dem du dein Baby das erste Mal in den Armen halten wirst. Doch bevor dich der liebliche Geruch und das Antlitz deines Lieblings verzaubern, hast du noch einigen Wochen Schwangerschaft vor dir. In der kommenden Zeit wird dein ungeborenes Kind eine Menge in deinem Bauch lernen, was es auf das Leben außerhalb vorbereitet. Es wird wachsen und schließlich so weit heranreifen, dass es bereit ist, geboren zu werden. Auch dein Körper wird sich auf diesen Tag vorbereiten. Was genau bei euch beiden passiert und was in dem letzten Trimester der Schwangerschaft wichtig ist, erfährst du in den folgenden Zeilen.

Wie verändert sich dein Körper im 3. Trimester der Schwangerschaft?

Beginnend mit der 28. Schwangerschaftswoche befindest du dich im 3. Trimester deiner Schwangerschaft. Zeit einmal innezuhalten und dich daran zu erinnern, welchen Weg du bereits hinter dich gebracht hast. Dein Körper hat sich bis hierher sehr verändert und deine Waage zeigt ein paar Kilo mehr an. Wie viel Gewicht eine Frau während ihrer Schwangerschaft zunimmt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die meisten werdenden Mütter tragen im 3. Trimester elf bis 16 Kilogramm mehr mit sich herum als vor der Gravidität. Sollte es bei dir etwas mehr sein, mach dich nicht verrückt. Woran du jetzt auf keinen Fall denken solltest, sind einseitige Diäten, um ein paar Pfunde zu verlieren. Dein Körper braucht für die nahende Geburtsarbeit Kraftreserven. Ernähre dich gesund und ausgewogen und sei gewiss: Nach der Geburt purzeln die Extrakilos allmählich eines nach dem anderen.

Da dein Baby in deinem Bauch stetig weiter wächst, dehnt sich deine Gebärmutter immer mehr und wird folglich auch schwerer. Durch den größer werdenden Platzbedarf deines ungeborenen Kindes verschieben sich deine inneren Organe. Was etwas rabiat klingt, ist kein Grund zur Sorge: Schmerzen bei der Organverschiebung verspüren die wenigsten Schwangeren. Was du allerdings bemerken wirst, ist, dass du weniger Luft bekommst und unter Kurzatmigkeit leidest. Der perfekte Zeitpunkt, um einen Gang runterzufahren und aktiv mehrere Entspannungsphasen im Alltag einzuplanen. Auch alte Bekannte wie Sodbrennen und vermehrter Druck auf die Blase können im letzten Schwangerschaftsdrittel verstärkt auftreten. Darüber hinaus kann es passieren, dass dein Körper vermehrt Wasser einlagert und deine Füße und Beine sowie die Hände und Arme mäßig bis stark angeschwollen sind.

Um die 36. Schwangerschaftswoche herum erleben die meisten schwangeren Frauen ihre ersten Senkwehen. Einige werdende Mütter haben bis zu diesem Zeitpunkt schon einige Erfahrungen mit den verschiedenen Wehenarten machen können, andere spüren bis zur Geburt kaum Kontraktionen. Egal welche Situation bei dir vorherrscht: Alles ist normal und gut. Wenn du dir unsicher bist, wie du Übungs- oder Vorwehen erkennen kannst, sprich mit deiner Hebamme. Sie wird dir zeigen, wie du die einzelnen Kontraktionen voneinander unterscheidest und wie du ihnen entspannt begegnen kannst. Atem- und Entspannungsübungen werden dir auch später bei der Geburtsarbeit hilfreich sein. Hast du keine Hebamme gefunden, die dich während deiner Schwangerschaft begleitet, ist das kein Problem. Du kannst in den Online-Kursen bei Hebamme Katharina von notdiensthebamme.de alles Wichtige über deine Schwangerschaft erfahren und offene Fragen direkt klären.

Mit den Senkwehen startet die letzte Phase deiner Schwangerschaft, die körperliche und hormonelle Vorbereitung auf die kommende Geburt.

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Emotionaler Nestbau in dem 3. Trimenon

In den letzten Wochen vor der Geburt beginnt bei vielen Frauen der sogenannte Nestbautrieb. Sie fühlen sich außerordentlich aktiv und richten die Wohnung für ihr Baby her. Dabei kreisen die Gedanken der Schwangeren oft um die nahende Geburtsarbeit. Besonders Erstgebärende blicken dem großen Tag teilweise mit enormen Respekt entgegen. Ein guter Zeitpunkt, um sich mit positiven (!) Geburtsberichten zu beschäftigen. In vielen Köpfen sind leider dramatische Bilder von schreienden Frauen und ohnmächtigen Männern präsent, da sich Hollywood und Co. gerne diesem Klischee bedient. Eine „echte“ Geburt läuft allerdings ganz anders ab und du wirst bei einer komplikationsfreien Geburtsarbeit genügend Zeit haben, dich zwischen den Presswehen zu entspannen. Vielleicht schaffst du es auch mit speziellen Übungen die Wehen als starke Umarmungen zu betrachten, die deinem Kind verhelfen, das Licht der Welt zu erblicken. Probiere mit einem positiven Mindset der Geburt entgegenzusehen.
Mach dir außerdem Gedanken darüber, wer dir während der Entbindung zur Seite stehen darf. Meistens fällt die Wahl auf den Partner, jedoch auch die beste Freundin, die eigene Mutter oder eine andere nahestehender Mensch können dich bei der Geburt begleiten. Bespreche mit der ausgewählten Person, welche Techniken du anwenden möchtest, um die Geburtsschmerzen zu minimieren. Hast du bereits einen Geburtsplan geschrieben, gehe ihn noch mal Punkt für Punkt durch. Bespreche deinen Plan mit deiner Hebamme, deinem Geburtsbegleiter und packe eine Kopie davon in deine Kliniktasche, falls du dich für eine Geburt im Krankenhaus entscheiden hast.

Was passiert mit deinem Baby in den letzten Schwangerschaftswochen?

Wie bereits erwähnt, wird dein Baby im letzten Schwangerschaftsdrittel noch mal ordentlich an Gewicht und Größe zulegen. Das knappe Kilogramm, das dein ungeborenes Kind zu Beginn des 3. Trimester auf die Waage bringen würde, verdreifacht oder vervierfacht sich bis zum Zeitpunkt der Geburt. Von der Länge einer handelsüblichen Aubergine (30 cm) wächst es im Laufe der nächsten Wochen auf gut 50 cm Länge.. Doch nicht nur größentechnisch verändert sich einiges, auch die Reflexe reifen nun endgültig aus. Dein ungeborenes Kind erreicht seine Lungenreife, das Gehirn arbeitet auf Hochtouren und dein Baby macht in deinem Bauch erste Atem- und Schluckübungen.

Übrigens: Immer, wenn du besonders aktiv bist, schläft dein Kind. Wenn du ruhst, ist es aktiv. Gönne dir und deinem daher immer wieder Entspannungspausen. Ab dem 3. Trimenon reagieren die meisten Babys auf Eindrücke von außen. Lass deinen Partner eurem Kind doch was vorsingen oder -lesen und beobachte die Reaktion im Bauch. Kannst du leichte Tritte oder Knuffe wahrnehmen? Das ist eine gute Übung für den werdenden Vater, um mit seinem Baby in Kontakt zu treten.

Auch dein Baby bereitet sich auf seine Geburt vor. Bis zur 36. SSW haben sich die meisten Babys in die richtige Geburtsposition, die sogenannte Schädellage begeben. Von den Senkwehen wird dein Baby in seine Startposition auf dein Becken gedrückt. Dort übt es dann fleißig, wie sie sich an seinem großen Tag den Weg durch diese Engstelle bahnen kann. Dein Baby trainiert für seinen großen Tag: Den Abschied von deinem Bauch, um endlich in deinem Arm zu liegen.

 

Worauf du im 3. Trimester achten solltest

Durch die Organverschiebung leiden viele schwangere Frauen unter Kurzatmigkeit. Achte daher darauf, dir nicht zu viel zuzumuten. Auch wenn du bis hierhin eine fitte Schwangerschaft genossen hast, darfst du jetzt einige Aufgaben im Haushalt abgeben. Besonders das Tragen von schweren Einkaufstaschen oder Aufbauen von Möbeln darf gern jemand anderes übernehmen.
Achte nach wie vor darauf, dich gesund und ausgewogen zu ernähren. Wenn du am Ende einer jeden Woche das Gefühl hast, du hast Obst und Gemüse in allen Farben des Regenbogens gegessen, bist zu auf einem guten Weg. Eine ausgewogene Ernährung schenkt deinem Körper genau die Kraft, die er für die bevorstehende Geburtsarbeit braucht.
Falls bis jetzt noch nicht geschehen, schau dir im Online- Geburtsvorbereitungskurs an, welche verschiedenen Geburtspositionen es gibt. In dem Kurs erlernst du außerdem wichtige Atem- und Entspannungstechniken, die dich bei deiner Geburt unterstützen. Hebamme Katharina hat für alle Mamas der Online-Kurse eine Premium-Facebookgruppe gegründet. In der kannst du nicht nur deine Fragen an die Hebamme stellen, sondern dich auch mit anderen Mamas austauschen und vernetzen. So lange du möchtest, werden deine Mama-Fragen von ihr liebevoll und mit viel Fachwissen beantwortet. Sie erklärt dir außerdem, wieso es wichtig ist, dass du das Bewegungsmuster deines Kindes kennenlernst und wie du davon bei der Geburtsarbeit profitieren kannst.

Was du kurz vor der Geburt unbedingt vermeiden solltest

Lass dich in den letzten Schwangerschaftswochen nicht dazu hinreißen, zu viele unnötige Dinge anzuschaffen, die weder du noch dein Baby benötigen. Gerade in der Nestbau-Phase sind wir Frauen anfällig dafür, allerhand Produkte zu kaufen, die uns suggerieren, dass es dem Kind guttut. Das ist ein ziemlich ausgeklügelter Verkaufstrick, denn jede werdende Mama möchte ja, dass ihr Baby gut umsorgt in der Welt ankommt. Was du wirklich brauchst, um dein frisch geborenes Kind liebevoll zu umhegen und ihm einen gesunden Start ins Leben zu ermöglichen, erfährst du im Säuglingspflegekurs von Hebamme Katharina.

Vermeide darüber hinaus alle Dinge, die dir nicht guttun und für Stress sorgen. Besonders im letzten Schwangerschaftsdrittel fühlt dein Kind im Bauch mit dir. Wenn du dich mit vielen schönen Erlebnissen nährst, wird auch dein Baby glücklich und zufrieden die letzten Tage in deinem Bauch verbringen.

Wie bereits weiter vorne im Artikel erwähnt, sind Diäten in der Schwangerschaft und besonders im letzten Schwangerschaftsdrittel absolut unangebracht. Ernähre dich gesund und ausgewogen und schenke deinem Körper eine gesunde Basis für eine entspannte Geburt. Verzichte auf Fast Food und eine einseitige Ernährung. Gewisse Tees können dir helfen, dein Gewebe weich werden zu lassen und die spätere Geburtsarbeit zu erleichtern.

In diesem Trimester beginnt deine Brust mit der Milchproduktion. Vielleicht entdeckst du die ersten Tropfen der süßen, klebrigen Vormilch beim Duschen. Es kann aber auch sein, dass plötzlich Flecken auf deinem Shirt sichtbar sind. Du musst dir keine Sorgen machen: Du verlierst dabei nicht die Milch, die dein Baby nach der Geburt braucht. Vielleicht gelingt es dir aber, diese wertvolle Vormilch aufzufangen und für dein Baby einzufrieren. Wenn keine Milch aus deiner Brust kommt, bedeutet das aber nicht, dass du nach der Geburt keine Milch für dein Baby haben wirst. Die Hormone der Schwangerschaft arbeiten auf Hochtouren, um diese wertvolle Nahrung für dein Baby termingerecht bereit zu stellen. Wenn du dein Baby stillen möchtest, kannst du dich jetzt auf diese schöne Zeit mit deinem Baby vorbereiten. Der Online-Stillkurs von Hebamme Katharina bringt dir alle wichtigen Informationen, Tipps und Tricks für eine schöne und entspannte Stillzeit.

 

Zahlen und Fakten rund um das letzte Schwangerschaftsdrittel

Das 3. Trimester umfasst die Zeiten von der 28. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt. Du wirst in diesem Zeitraum noch mal um die fünf Kilogramm zunehmen. Dein Baby wächst von ungefähr 30 cm bis auf eine Länge von 50 cm. Sein Gewicht steig von rund einem Kilogramm auf rund 3,5 Kilogramm. All diese Werte sind Durchschnittswerte und können nach oben und unten abweichen.
Ab der 32. Schwangerschaftswoche wirst du alle zwei Wochen von deiner Hebamme oder deiner Gynäkologin untersucht. Ab errechnetem Entbindungstermin finden die Untersuchungen jeden zweiten Tag statt.
Nur 4 % der Babys kommen am errechneten Termin auf die Welt.

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