Deine 20. Schwangerschaftswoche

Die Halbzeit der Schwangerschaft ist erreicht! Wie entwickelt sich dein Baby in SSW 20 und warum ist jetzt ein guter Zeitpunkt zum Verreisen?

20. SSW – das passiert in Schwangerschaftswoche 20

Halbzeit! Diese ist mit dem Ende der 20. Schwangerschaftswoche erreicht. Nun dauert es nur noch rund 20 Wochen, bis du dein Baby in den Armen halten wirst. Unglaublich, wie schnell die Zeit verfliegt, nicht wahr? Dir geht es in dieser letzten Woche des fünften Monats hoffentlich richtig gut und du kannst deinen wachsenden Bauch bestaunen und die Bewegungen deines Babys genießen. Wie sich dein kleines Wunder in diesen Tagen entwickelt, welche Beschwerden auftreten können und warum nun ein guter Zeitpunkt für eine Urlaubsreise ist, verraten wir dir in Teil 20 unseres Schwangerschaftskalenders.

positiver Schwangerschaftstest

So entwickelt sich dein Baby in der 20. SSW

Mit einer Länge von etwa 16 Zentimetern vom Scheitel bis zum Steiß ist dein Baby in dieser Schwangerschaftswoche so groß wie eine Banane. Dabei wiegt es ca. 300 Gramm und seine Füßchen sind nun 3,3 Zentimeter lang. Sein Körper ist von einem weichen Flaum aus Lanugo-Haaren bedeckt, welcher sich ab dem 8. Monat wieder zurückbilden wird.

Ein perfekt funktionierendes Herz-Kreislauf-System

Das Herzchen deines Babys pocht etwa doppelt so schnell wie dein eigenes. Es ist nun voll entwickelt und besteht aus zwei Herzkammern und zwei Vorhöfen. Allerdings sind diese noch nicht vollständig voneinander getrennt. Der Kreislauf läuft auf Hochtouren und das Herz pumpt jeden Tag ca. 28 Liter nährstoff- und sauerstoffreiches Blut durch den kleinen Körper. Nährstoffe und Sauerstoff kommen über die Plazenta zu deinem Baby. Die Lunge deines Bauchzwerges wird also gut durchblutet, aber nur für ihre Entwicklung. Arbeiten muss sie in der Schwangerschaft noch nicht. Die Funktion der Lunge übernimmt die Plazenta.

Schlaues Köpfchen

Das Nervensystem deines Bauchbewohners entwickelt sich in der 20. SSW rasant weiter. In jeder einzelnen Minute entstehen ca. 200.000 neue Gehirnzellen. Bis zum Tag der Geburt werden es rund 100 Milliarden Neuronen sein. Ihre Anzahl nimmt im Laufe des Lebens nicht weiter zu. Was sich jedoch nach der Geburt deutlich vermehrt, ist die Zahl der Synapsen, also die Vernetzung zwischen den Zellen. Diese steigt im ersten Lebensjahrzehnt auf bis zu 200 Billionen an und wird bis zum Erreichen des Erwachsenenalters wieder auf etwa die Hälfte reduziert. Die Zeit der Schwangerschaft nutzt dein Baby, um all die Dinge zu lernen, die es nach der Geburt benötigt. Dazu gehört – neben dem Saugen, Schmecken, Nuckeln auch das Wiedererkennen von Stimmen.

Die Sinne deines Babys bilden sich weiter aus

Bei so vielen Nervenzellen ist es kein Wunder, dass die Sinne des Fötus immer mehr ausreifen. Sein Sehsinn ist nun schon gut entwickelt und obwohl die Lider noch geschlossen sind, reagieren die Augen bereits auf Licht. Wenn du mit einer Taschenlampe auf deinen Bauch leuchtest, kann es sein, dass dies dein Baby dazu anregt, sich zu bewegen. Hebammen machen sich diesen Trick gerne am Ende der Schwangerschaft zunutze, um Babys in Beckenendlage zum Drehen zu bewegen und so in die perfekte Position für die Geburt zu locken. Noch brauchst du dir hierüber jedoch keine Gedanken zu machen. Dein kleiner Bauchbewohner wird noch viele Male seine Lage verändern.

Auch der Geschmackssinn verfeinert sich und dein Baby kann im Fruchtwasser Nuancen dessen erschmecken, was du isst. Diese Geschmacksempfindungen wird es im Gedächtnis speichern. Deine Ernährung während der Schwangerschaft hat demnach Auswirkungen auf die späteren Nahrungsvorlieben deines Kindes.

Praktische Hilfe für dich:
Notdienst Hebamme Katharina erklärt dir online das Wichtigste zum Mutterpass.

So geht es dir in der 20. SSW

Huch, schon ist die Halbzeit der Schwangerschaft erreicht! Manche Frauen können es gar nicht erwarten, bis das Baby da ist und sind bereits fleißig mit der Planung des Kinderzimmers beschäftigt. Anderen wird beim Gedanken an die herannahende Geburt ein wenig flau im Magen. Mach dir keine Sorgen, noch hast du genügend Zeit, dich physisch und mental auf die Geburt und Babyzeit vorzubereiten. Wende dich bei Unsicherheiten gerne an deine Hebamme, sie wird dir mit ihrer Erfahrung eine gute Unterstützung sein. Auch in unserem Online-Workshop „2. Trimester“ findest du jede Menge Tipps und Ratschläge für diese mittlere Phase der Schwangerschaft.

Der obere Rand deiner Gebärmutter befindet in dieser Schwangerschaftswoche ungefähr vier Querfinger unterhalb deines Bauchnabels. Zudem ist eine Wölbung des Bauches in der 20. SSW deutlich zu erkennen. Jede Woche wird dein Bauchumfang nun um etwa einen Zentimeter zunehmen.

Deine Brüste sind ebenfalls stark gewachsen und es ist gut möglich, dass deine alten BHs nicht mehr passen. Ein guter Zeitpunkt, sich nach einem Umstands-BH umzusehen, der nicht nur das Bindegewebe deiner Brüste unterstützt, sondern auch deinen Rücken entlastet. Am besten wächst ein Stillbustier mit. Den kannst du nach der Geburt ganz wundervoll weiterverwenden.

Hast du in der 20. SSW schon die Kindsbewegungen wahrgenommen? Falls nicht, dauert es sicher nicht mehr lange. Auch dein Partner kann nun mit etwas Glück in Kontakt zu eurem ungeborenen Baby treten. Legt er sein Ohr auf deinen Bauch, nimmt er womöglich glucksende Geräusche wahr. Diese entstehen durch die Bewegungen des Fötus im Fruchtwasser.

20. SSW – Symptome und Beschwerden

Kontraktionen in SSW 20 – ein Grund zur Sorge?

Wird auf einmal dein Unterleib hart, du hast ein Spannungsgefühl und vielleicht fühlt es sich so an, als hättest du eine Kokosnuss im Bauch? Ab der Mitte der Schwangerschaft kommt es bei vielen Frauen zu diesen in der Regel schmerzfreien Kontraktionen. Es handelt sich dabei noch nicht um richtige Geburts-Wehen, sondern um die sogenannten Braxton-Hicks-Kontraktionen. Diese haben keinen Einfluss auf den Gebärmutterhals und wirken nicht geburtseinleitend. Es ist einfach deine Gebärmutter, die beginnt, für die bevorstehende Geburt zu trainieren. Sie sind unregelmäßig und treten sporadisch auf. Dabei kann es schon passieren, dass du drei dieser Kontraktionen pro Stunde spürst.

Nicht selten werden schwangere Frauen durch diese Übungswehen verunsichert und haben Angst vor einer Frühgeburt. Wende dich am besten an deinen Frauenarzt oder deine Hebamme. Diese werden dann durch das Abtasten des Gebärmutterhalses sagen können, dass die Kontraktionen, die du spürst, dort keine Veränderung hervorrufen. Dann weißt du, dass alles in Ordnung ist. Treten die Kontraktionen sehr regelmäßig und mehr als 10 Mal am Tag auf, solltest du dich in jedem Fall von deinem Arzt oder deiner Hebamme untersuchen lassen, um auszuschließen, dass es sich um vorzeitige Wehen handelt.

Sodbrennen in SSW 20

Viele Frauen leiden in der Schwangerschaft unter Sodbrennen. Diese Beschwerden treten vor allem im 3. Trimester auf, wenn das Baby sehr viel Platz im Bauch beansprucht. Doch nicht selten kommt es schon rund um die 20. SSW zu Sodbrennen. Die Schwangerschaftshormone lockern auch den Magenschließmuskel auf, der verhindert, dass der Magensaft nicht in die Speiseröhre fließen kann. Die wachsende Gebärmutter drückt die darüber liegenden Organe nach oben. Der Magen wird zusammengedrückt und der schwächere Schließmuskel kann die Magensäure und Speisebrei nicht gut zurückhalten. Aufstoßen und ein dumpfes Druckgefühl hinter dem Brustbein sind die Folge.

Was hilft? Nimm häufiger kleine Mahlzeiten zu dir und verzichte auf fettige und stark gewürzte Lebensmittel. Kaffee sowie kohlensäurehaltige Getränke solltest du ebenfalls meiden. Achte zudem darauf, deinen Oberkörper beim Schlafen höher zu betten. Wende dich am besten an deine Hebamme. Diese hat sicher einige Tipps und Hausmittel für dich parat, um die Beschwerden zu lindern. Hilfreich sind beispielsweise das Trinken von Fencheltee, Milch, das Knabbern von Mandeln, sowie die Einnahme homöopathischer Mittel wie etwa Magnesium phosporicum . Daneben gibt es auch schwangerschaftsverträgliche Medikamente, welche die Magensäure neutralisieren. Probiere gegen Sodbrennen einmal aus, 1-3 EL trockene, kleinblättrige Haferflocken zu essen. Du wirst sehen, wie gut die Haferflocken die Magensäure binden können.

Betroffen von der hormonellen Auflockerung und den drückenden Organen ist auch deine Lunge, weshalb Kurzatmigkeit ebenfalls zu den typischen Symptomen während der Schwangerschaft zählt. Dagegen hilft leichtes Ausdauertraining und die Atemtechniken, die du auch für die Geburt benötigst. Es lohnt sich also nicht nur für die Geburt, die Atemtechniken aus dem Online-Geburtsvorbereitungskurs zu beherrschen, sondern auch in der Schwangerschaft. Sie unterstützen die belastete Lunge bei ihrer großen Aufgabe, zwei Menschen – dich und dein Baby – mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen.

Was ist in SSW 20 auf dem Ultraschall zu sehen?

Viele Schwangere haben in dieser Woche einen Frauenarzttermin, denn die zweite große Ultraschalluntersuchung im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge steht zwischen der 19. und 22. SSW an. Dabei wird dein Baby ausgiebig von Kopf bis Fuß vermessen. Ist dein kleines Wunder gerade wach, bewegt es sich bestimmt fleißig. Ob es derzeit mit dem Kopf nach oben oder unten liegt, ist übrigens ganz egal. Bis zur Geburt wird es noch mehrmals seine Position verändern.

Darauf solltest du in Schwangerschaftswoche 20 achten

Melde dich zum Geburtsvorbereitungskurs an

Hast du dir schon den Geburtsvorbereitungskurs geholt? Falls nicht, dann wird es jetzt allerhöchste Eisenbahn. Jetzt kannst du von den vielen Tipps und Tricks aus dem Geburtsvorbereitungskurs für die Schwangerschaft profitieren und die Atemtechniken für die Geburt mit so viel Zeit einstudieren, dass du sie während der Geburt perfekt beherrschst. Im Online-Geburtsvorbereitungskurs von Hebamme Katharina lernst du in 34 Lektionen alles über die Geburtsplanung, die Phasen der Geburt, Atem- und Entspannungsübungen, Geburtspositionen, den Umgang mit Schmerzen und die erste Zeit mit Baby. Hierdurch wirst du perfekt vorbereitet, kannst informierte Entscheidungen treffen und gewinnst Vertrauen in dich und dein Kind.

Eine gute Zeit zum Verreisen

Ein Baby wird euer Leben auf den Kopf stellen und einen neuen Abschnitt eurer Paarbeziehung einleiten. Viele Paare wollen in der Schwangerschaft noch einmal die harmonische Zweisamkeit genießen, bevor sie sich in das Abenteuer Baby stürzen. Als idealer Zeitpunkt für eine Reise in der Schwangerschaft gilt das zweite Trimester, vor allem der 5. und 6. Monat. Die Übelkeit der ersten Wochen ist überstanden, die kritische Anfangszeit geschafft. Gleichzeitig dauert es noch einige Wochen bis zur Geburt, der Kugelbauch ist überschaubar und die werdende Mama fit und mobil. Lieber Städtetrip oder Entspannen am Strand? Das ist dir überlassen. Es gibt jedoch einige Dinge, die du bei einer Reise in der Schwangerschaft beachten solltest:

  • Das Klima: Um deinen Kreislauf nicht unnötig zu belasten, sind Urlaubsorte mit feucht-heißem Klima und extremen Temperaturschwankungen weniger empfehlenswert. Hochgebirgsregionen solltest du aufgrund der dünneren Luft ebenfalls vermeiden.
  • Das Infektionsrisiko: Bei Urlaub in Ländern mit schlechten Hygienebedingungen ist die Infektionsgefahr erhöht. Auch Regionen, in denen Malaria, Dengue, Zika oder andere durch Mücken übertragene Krankheiten vorkommen, sind mit Baby im Bauch keine gute Wahl. Bedenke zudem, dass du in der Schwangerschaft bestimmte Reiseimpfungen nicht vornehmen darfst.
  • Die Anreise: Viele Schwangere bevorzugen Reiseziele, die schnell erreichbar sind. Grundsätzlich kannst du sowohl per Auto, Bahn oder Flugzeug anreisen. Auf der Autofahrt empfiehlt es sich, regelmäßige Pausen einzulegen und dir die Beine zu vertreten. Versuche, dich auch im Flugzeug und Zug viel zu bewegen. Ein Gangplatz ist daher zu bevorzugen. Da die Gefahr einer Thrombose in der Schwangerschaft erhöht ist, sind vor allem bei Langstreckenflügen Kompressionsstrümpfe sinnvoll und du solltest auf eine ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten. Erkundige dich in jedem Fall vor der Buchung über die Schwangerschafts-Bestimmungen der jeweiligen Fluglinie. So verlangen einige Airlines ab der 28. SSW ein ärztliches Attest und ab der 36. SSW werden Schwangere oft nicht mehr mitgenommen.

Egal, wohin es geht, nimm unbedingt deinen Mutterpass mit und kümmere dich gegebenenfalls um eine Auslandskrankenversicherung. Gut vorbereitet steht einem erholsamen Urlaub mit Babybauch nichts mehr im Wege.

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