Deine 24. Schwangerschaftswoche

Hier erfährst du, wie sich dein Baby in SSW 24 entwickelt und wie es um die Überlebensfähigkeit des Babys steht.

Das passiert in Schwangerschaftswoche 24

Mit der 24. SSW ist das Ende des 6. Monats deiner Schwangerschaft erreicht. In diesem Kapitel unseres Schwangerschaftskalenders beschäftigen wir uns mit der Frage, ab wann zu früh geborene Babys überlebensfähig sind. Du erfährst, welche Beschwerden durch die wachsende Gebärmutter auftreten können.

positiver Schwangerschaftstest

So entwickelt sich dein Baby in der 24. SSW

Dein kleiner Bauchbewohner ist in dieser Schwangerschaftswoche rund 29 Zentimeter groß. Damit ist er von Kopf bis Ferse etwa so lang wie eine Salatgurke. Unglaublich, wie schnell sich dein Baby in den vergangenen Monaten von einer winzigen befruchteten Eizelle zu einem echten Menschlein entwickelt hat, nicht wahr?

SSW 24: Dein Baby wird immer stärker

Bestimmt hast du es schon selbst gespürt: Mit jeder Schwangerschaftswoche werden die Kindsbewegungen kräftiger. Zudem festigen sich die Knochen des Fötus zunehmend und dein Kleines kann nun bereits aufrecht in deinem Bauch sitzen. Dabei hilft ihm sein gut entwickelter Gleichgewichtssinn dabei, sich im Raum zu orientieren.

SSW 24: Kleiner Feinschmecker

Die Geschmacksknospen deines Babys sind nun voll ausgebildet und es kann verschiedene Aromen aus dem süßlichen Fruchtwasser herausschmecken . Je vielfältiger du dich während deiner Schwangerschaft ernährst, desto mehr Geschmacksnuancen lernt dein Sprössling bereits im Bauch kennen. Das Fruchtwasser ist nun übrigens nicht mehr ganz so klar wie am Anfang, da es neben Käseschmiere auch abgestorbene Zellen und Haare enthält.

Praktische Hilfe für dich:
Notdienst Hebamme Katharina erklärt dir online das Wichtigste zum Mutterpass.

Kleiner Exkurs: Ist dein Baby in SSW 24 schon lebensfähig?

Auch wenn die Entwicklung des Babys in der Schwangerschaft normal voranschreitet, haben viele Frauen Angst vor einer Frühgeburt. Könnte dein Kleines bei einer Geburt in der 24. SSW bereits außerhalb des Bauchs überleben? Grundsätzlich ist ein Überleben außerhalb des Mutterleibs in dieser Schwangerschaftswoche möglich. Das liegt an der fortschreitenden Reife der Lunge. In dieser Woche ist zwar das Surfactand noch nicht gebildet. Die Lunge ist aber schon so weit funktionstüchtig entwickelt. Jedoch sind solch extreme Frühchen viele Wochen lang auf eine intensivmedizinische Behandlung angewiesen.

Es gilt: Babys, die vor der 22. SSW geboren werden, haben in der Regel keine Überlebenschance. Mit der vollendeten 24. SSW beträgt die Überlebenswahrscheinlichkeit in Deutschland derzeit über 60 Prozent. Jede Woche, die dein Baby länger im Bauch verbleibt, steigt die Überlebenschance weiter an. Gleichzeitig sinkt das Risiko für bleibende Schäden.

Wenn es Anzeichen für eine drohende Frühgeburt gibt, wird deshalb versucht, diese so lange wie möglich hinauszuzögern. Hast du Wehen in der 24. SSW, dann wende dich unbedingt an deinen Arzt oder deine Ärztin. Neben vorzeitigen Wehen gibt es weitere Ursachen für eine verfrühte Geburt, wie etwa eine Zervix-Insuffizienz oder ein vorzeitiger Blasensprung . In solchen Fällen muss die werdende Mutter oft für längere Zeit ins Krankenhaus. Auch eine körperliche Schonung (manchmal sogar konsequente Bettruhe) ist dann wichtig.

Durch Medikamentengaben wird versucht, die Schwangerschaft zu verlängern. Gleichzeitig wird der Mama ein Mittel gespritzt, das die Lungenreife beim Baby fördert. Das soll dem Baby bei seinem frühen Start helfen, weniger Probleme beim Atmen zu haben.

Eine Frühgeburt kann aber auch deshalb ausgelöst werden, weil die Versorgung für das Baby im Bauch nicht mehr ausreichend ist, oder die Mama eine Schwangerschaftserkrankung entwickelt, für die es wichtig ist, dass die Schwangerschaft rasch zu ende ist. Das ist beispielsweise die Präeklampsie oder das Hellp-Syndrom. Auch in diesen Fällen wird versucht, das Baby möglichst lange in Mamas Bauch reifen zu lassen. Dazu ist aber eine engmaschige Überwachung notwendig. Das wird in der Regel in der Klinik durch eine stationäre Aufnahme der Mama gemacht.

Nicht jede Wehe in der 24. SSW ist ein Zeichen einer drohenden Frühgeburt. Wachstumswehen sind in dieser Woche häufig. Wenn du Kontraktionen spürst, lass diese von deiner Hebamme oder deinem Arzt überprüfen. Dann hast du rasch Sicherheit, ob diese Wehen normal, oder ein Vorzeichen einer möglichen Frühgeburt sind.

So geht es dir in der 24. SSW

In dieser Schwangerschaftswoche ist der obere Rand der Gebärmutter bei vielen Frauen etwa auf der Höhe des Bauchnabels. Man spricht hierbei vom Fundusstand. Deine Hebamme ertastet bei jeder Vorsorgeuntersuchung die Lage und Größe deiner Gebärmutter. Dies gibt nicht nur Rückschlüsse auf die Größe des Kindes, sondern auch auf die Menge des Fruchtwassers. Der Fundusstand wird anschließend in deinen Mutterpass eingetragen. In unserem Online-Workshop „Mutterpass“ erfährst du, was die einzelnen Eintragungen in diesem so wichtigen Heft bedeuten.

Da die Gebärmutter nun über das kleine Becken hinausragt, nimmt der Druck auf die Blase ab und du musst vermutlich weniger häufig die Toilette aufsuchen. Zumindest so lange, bis das größer werdende Baby in den letzten Wochen der Schwangerschaft seine Geburtsposition auf dem Becken eingenommen hat und dann mit seinem Gewicht auf die Blase drückt.

Generell fühlen sich die meisten Schwangeren in dieser Phase sehr wohl und aktiv. Gleichzeitig ist es bei dem wachsenden Bauch ganz normal, wenn immer mal etwas drückt oder zieht.

Als Paar könnt ihr nun ganz besondere Momente erleben: Nach und nach sind die Bewegungen eures Babys auch über die Bauchdecke spürbar. So hat der werdende Papa endlich die Chance, seinen kleinen Sprössling zu fühlen. War dies bislang nur der Mutter vorbehalten, wird die Schwangerschaft für den Partner damit noch ein ganzes Stück realer. 

Du und dein Partner wollt euch gemeinsam auf die Geburt und das Abenteuer Baby vorbereiten? Dann empfiehlt sich neben unserem umfangreichen Geburtsvorbereitungskurs auch unser Workshop „Teampartner“. So weiß der werdende Papa im entscheidenden Moment genau, wie er dich unterstützen kann.

24. SSW – Symptome und Beschwerden

SSW 24 – Ziehen im Unterleib

Bemerkst du immer wieder ein Ziehen und leichte Schmerzen im Unterbauch? Ein solches Gefühl kennen viele Schwangere. Es entsteht in der Regel durch eine Dehnung der Mutterbänder. Diese Bänder (das runde Mutterband und das breite Mutterband) stabilisieren die Gebärmutter und halten sie in einer aufrechten Position. Je mehr der Uterus wächst, desto mehr werden die Mutterbänder gedehnt. Dies kann ziehende Schmerzen im rechten und linken Unterbauch verursachen. Besonders häufig treten diese Beschwerden nach langem Stehen oder Gehen auf. Auch wenn du dich schnell bewegst, kann es zu diesem Schmerz kommen, der an einen Muskelkater erinnert.

Was hilft dagegen? Gönne dir eine Verschnaufpause auf dem Sofa. Ein wohliges Bad, sanftes Massieren und eine (nicht allzu heiße) Wärmflasche auf den Rücken verschaffen ebenfalls Linderung und entspannen die Muskeln.

Grundsätzlich sind diese Dehnungsschmerzen kein Grund zur Sorge. Sollten sie aber dauerhaft bestehen, stärker werden oder gar mit Fieber, Erbrechen und Kontraktionen einhergehen, wendest du dich besser an einen Arzt oder eine Ärztin.

Was ist in SSW 24 auf dem Ultraschall zu sehen?

Hast du in der 24. SSW eine Ultraschalluntersuchung, so wird dein Baby vermessen. Es ist in dieser Woche vom Scheitel bis zur Ferse etwa 29 Zentimeter lang. Der Kopfumfang beträgt ca. 22,5 und der Bauchumfang 17 Zentimeter . Seine Füßchen sind nun rund 4,5 Zentimeter groß.

Im Schnitt wiegen Babys in der 24. SSW 550 Gramm. Das Gewicht ist natürlich nur eine Schätzung. Es lässt sich beim Ultraschall jedoch noch relativ zuverlässig berechnen. Dafür misst der Arzt verschiedene Strukturen deines Babys. Hierzu zählen beispielsweise der Kopfdurchmesser (BPD), der Bauchumfang (AU), der Durchmesser des Bauchs (ATD) und die Länge des Femurs (FL). Aus diesen Maßen lässt sich dann das ungefähre Gewicht des Babys ermitteln. Je größer dein Baby wird, desto ungenauer wird diese Gewichtsschätzung.

Darauf solltest du in Schwangerschaftswoche 24 achten

Bereite dich aufs Baby vor

Ist dies dein erstes Baby? Dann gehen dir bestimmt jede Menge Fragen durch den Kopf. Wie halte ich ein Baby richtig? Woran erkenne ich, ob es meinem Baby gut geht? Was muss ich beim Fiebermessen beachten? Viele Erstlingseltern haben Zweifel, ob sie mit dem winzigen Menschlein auch alles richtig machen.

Hebamme Katharina zeigt dir in ihrem Online-Säuglingspflegekurs, wie du deinen kleinen Sprössling liebevoll pflegst. Der 12-teilige Videokurs umfasst unter anderem die Themen Bonding, Pflege des Bauchnabels, Wickeln, Baden und Faltenpflege, Fiebermessen, Gelbsucht und die Gewichtsentwicklung des Neugeborenen. Damit bist du perfekt vorbereitet auf das Abenteuer Baby.

Wahrscheinlich möchtest du auch schon damit anfangen, deinem Baby ein schönes Zuhause zu machen. Bei vielen werdenden Müttern entwickelt sich um die 14. Schwangerschaftswoche ein ausgeprägter Nestbautrieb. Dem darfst du nun auch folgen, wenn dir danach ist. Wenn du noch etwas warten möchtest, ist das aber auch völlig in Ordnung.

Bevor du aber damit beginnst, solltest du dich damit beschäftigen, was dein Baby braucht, wenn es geboren ist. Was dein Baby im Bauch schon gelernt hat und was es direkt nach der Geburt lernen muss. Auch dafür ist der Online-Säuglingspflegekurs ideal.

Ein Kurs ist wichtig für die Vorbereitung und das Wissen, das du brauchst. Bei der praktischen Umsetzung hilft dir dann deine Hebamme in der Wochenbettbetreuung. Auch Hebamme Katharina hilft dir mit der Video-Wochenbettbetreuung bei der Pflege und dem Umgang mit deinem einzigartigen Baby. Du kannst dir ganz bequem einen Beratungstermin buchen.

Unser Tipp: Bereite dich bereits während der Schwangerschaft auf die spannende Säuglingsphase vor. Noch hast du viel Zeit und Ruhe. Bestimmt fördert es auch die Vorfreude, wenn du dich jetzt schon mit den Themen Wickeln, Baden und Babypflege beschäftigst.

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