Deine 7. Schwangerschaftswoche

Dein Baby macht seine ersten Bewegungen! Wir verraten dir alles über Symptome, Hormone und die Entwicklung des Embryos in SSW 7.

7. SSW – das passiert in Schwangerschaftswoche 7

In dieser siebten Woche der Schwangerschaft erreicht die Entwicklung deines Babys einen neuen Meilenstein: Es bewegt sich zum ersten Mal. Auch sonst passieren einige wundersame Dinge in deinem Bauch. Dein Körper leistet Schwerstarbeit, um diesem neu entstandenen Leben die besten Bedingungen zu bieten. Kein Wunder also, wenn du dich häufig müde und erschöpft fühlst. Welche Anzeichen in dieser 7. SSW auftreten, wie sich der kleine Embryo entwickelt und worauf du achten solltest, erfährst du im siebten Teil unseres Schwangerschaftskalenders.

positiver Schwangerschaftstest

So entwickelt sich dein Baby in der 7. SSW

Zu Beginn der 7. Schwangerschaftswoche ist dein Baby mit rund 5 Millimetern etwa so groß wie eine Perle. Es hat es sich in deiner Gebärmutter gemütlich gemacht und liegt dort wie in einer schützenden Muschel. Dein Kleines möchte nun schnell größer werden und wächst ca. einen Millimeter pro Tag.

Der Embryo macht seine ersten Bewegungen

Noch wird es einige Wochen dauern, bis du die ersten Stupser deines Babys in dir spüren wirst, und doch bewegt es sich in dieser siebten Schwangerschaftswoche zum ersten Mal. Die Bewegungen sind noch ganz unkontrolliert. Die reflexartigen Bewegungen deines Embryos dienen dem Aufbau der neu entstandenen Muskeln.

Fast alle Organe sind nun angelegt

Dein Baby ist noch so klein und doch sind nun schon die meisten Organe angelegt. Manche Organe, wie etwa das Herz, haben bereits ihre Arbeit aufgenommen und stimmen sich nun aufeinander ab. Leber, Niere und Lunge entwickeln sich ebenfalls weiter. Auch die Geschlechtsorgane beginnen sich nun auszudifferenzieren. Zwar stand schon seit der Befruchtung fest, ob dein Baby ein Mädchen oder Junge ist, bislang waren jedoch noch keine Geschlechtsunterschiede vorhanden.

Nun schließt sich das Neuralrohr mit dem darin befindlichen Rückenmark vollständig. Damit es hierbei zu keinen Fehlbildungen kommt, solltest du weiterhin 400 Mikrogramm Folsäure pro Tag zu dir nehmen.

Das Köpfchen deines Babys wächst

Am meisten wächst in dieser siebten Woche der Schwangerschaft der Kopf deines Babys. Der vordere Teil des Embryos ist nun deutlich größer als der hintere. Nach und nach wird sich das Größenverhältnis anpassen. Doch auch, wenn dein Baby geboren wird, ist sein Kopf im Vergleich zum restlichen Körper noch sehr dominant. So beträgt das Größenverhältnis zwischen Kopf und Körper bei einem Neugeborenen 1:4, bei einem Erwachsenen aber nur 1:8. Grund für das schnelle Wachstum des vorderen Pols ist die Entwicklung des Gehirns.

Es ist aber nicht nur das Gehirn, das wächst und damit das Wachstum des Kopfes beeinflusst. Es formt sich nun auch nach und nach das Gesicht deines Babys. Schon in dieser Woche lässt sich ein kleiner Mund, die Nasenlöcher und die Augenhöhlen erkennen. Gleichzeitig entsteht das äußere Ohr.

Ebenso entwickeln sich die Knospen der oberen und unteren Extremitäten. Dabei wachsen die Ärmchen ein wenig schneller als die Beinchen. Charakteristisch in dieser Schwangerschaftswoche ist darüber hinaus das Vorhandensein eines embryonalen Schwanzes.  Keine Sorge, dein Baby wird nicht mit einem Schwanz zur Welt kommen. Dein kleiner Embryo nimmt in Windeseile die Gestalt eines Menschenbabys an. Der embryonale Schwanz wird sich ab der 8. SSW jedoch wieder zurückbilden.

Praktische Hilfe für dich:
Notdienst Hebamme Katharina erklärt dir online das Wichtigste zum Mutterpass.

So geht es dir in der 7. SSW

Durch die weiterhin steigende Konzentration der Schwangerschaftshormone wirst du in dieser Woche vermutlich verstärkt Anzeichen und Beschwerden verspüren – von Müdigkeit über Übelkeit bis zu Stimmungsschwankungen. Hast du diese Woche deinen ersten Termin der Schwangerschaftsvorsorge bei deinem Frauenarzt, dann wirst du vielleicht schon mit dem Anblick des schlagenden Herzens deines Babys belohnt. Ein wahrlich magischer Moment, der dich mit Glücksgefühlen überschütten wird.

Kleiner Exkurs: Hormone in der Schwangerschaft und ihre Auswirkungen

„Schuld daran sind die Hormone“ – diesen Satz wirst du in deiner Schwangerschaft sicher noch öfter zu hören bekommen. Es ist die Zeit der großen Gefühle, ausgelöst durch eine Vielzahl verschiedener Hormone. Diese Botenstoffe werden von deinen körpereigenen Drüsen, der Plazenta und deinem Baby produziert. Sie steuern die kindliche Entwicklung und sorgen für die notwendigen Veränderungen in deinem Körper. Dabei vollbringen sie wahre Meisterleistungen – können sich aber auch auf dein Wohlbefinden auswirken. Folgende Hormone spielen während der Schwangerschaft eine besondere Rolle:

hCG

Bereits wenige Tage nach der Befruchtung wird vom Trophoblast und später von der Plazenta hCG (humanes Choriongonadotropin) produziert. Es gilt als das Schwangerschaftshormon schlechthin, da sein Level im Urin ausschlaggebend ist, ob ein Schwangerschaftstest positiv oder negativ ausfällt. Gleichzeitig ist es vermutlich der Auslöser für die berühmt-berüchtigte Morgenübelkeit Diese ist zwar alles andere als angenehm, das hCG ist für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft jedoch von großer Wichtigkeit. So regt das Hormon den Gelbkörper zur Produktion von Progesteron und Östrogen an.

Progesteron

Das in den Eierstöcken produzierte Gestagen Progesteron wird als Gelbkörperhormon bezeichnet. Es bewirkt eine Lockerung von Bändern und Sehnen sowie eine Beruhigung der Gebärmuttermuskulatur. Hierdurch wird deren Wachstum ermöglicht, gleichzeitig werden frühzeitige Kontraktionen verhindert. Zudem lockert es das Bindegewebe, damit Brüste und Bauch wachsen können. Diese allgemein beruhigende Wirkung hat aber auch Effekte auf andere Körperbereiche. So verringert sich die Bewegung des Darms, weshalb viele Schwangere unter Verstopfung leiden. Ein weiterer Nebeneffekt ist ein vermehrter Harndrang. Wundere dich also nicht, wenn du in den ersten Wochen der Schwangerschaft ständig auf der Suche nach einer Toilette bist.

Östrogen

Östrogen ist wie viele andere Hormone schon vor der Befruchtung von großer Bedeutung, sorgt es doch dafür, dass die Eizelle reift. Gemeinsam mit Progesteron und Prolaktin bereitet es die Brust auf die Milchproduktion vor. Ebenso fördert es das Herz-Kreislauf-System und die Durchblutung der Organe. Das Östrogen unterstützt das Wachstum der Gebärmutter.

Prolaktin

Durch die Ausschüttung von Prolaktin wächst das Drüsengewebe in der Brust. Dadurch wird dein Körper auf das Stillen vorbereitet. Wichtig ist es besonders nach der Geburt. Gemeinsam mit dem Bindungshormon Oxytocin wird es durch das Saugen deines Babys an der Brust freigesetzt und stimuliert die Milchproduktion. Prolaktin wirkt auch auf dein Gehirn. Es hilft dir, dich mit der Pflege und Fürsorge für dein kommendes Baby vertraut zu machen.

7. SSW – Symptome und Beschwerden

Wie du siehst wirken in diesen ersten Wochen deiner Schwangerschaft eine Vielzahl verschiedener Hormone. Kein Wunder also, wenn deine Gefühle Achterbahn fahren und du von Tag zu Tag mehr Schwangerschaftsbeschwerden wahrnimmst. Durch den steigenden hCG-Spiegel kommt es in Woche 7 der Schwangerschaft vermehrt zu Übelkeit. Dank des Progesterons gehören Verstopfung und häufiges Wasserlassen zu den typischen Symptomen im ersten Trimester. Da Progesteron sehr beruhigend wirkt, fallen dir jetzt beim Serienschauen auf dem Sofa womöglich noch schneller die Augen zu und dein Ruhebedürfnis steigt. Dein Körper braucht den Schlaf, um diese besondere Herausforderung der ersten Schwangerschaftswochen zu schaffen. Gönne dir deshalb ausreichend Pausen.

Eventuell leidest du auch unter Kreislaufproblemen und Schwindel. Der Ruhepuls steigt nun auf etwa 80 Schläge pro Minute und dein Blutvolumen beginnt sich zu erhöhen. Dies bedeutet Mehrarbeit für dein Herz, das die vermehrte Blutmenge durch hormonell bedingt aufgelockerte Adern pumpen muss. Ein niedriger Blutdruck ist oft die Folge. Denke daran, ausreichend zu trinken und bewege dich möglichst viel und regelmäßig an der frischen Luft.

Vielleicht bemerkst du häufig ein Ziehen und leichte Unterleibsschmerzen. In der Regel sind diese Symptome harmlos und gehen auf das Wachsen der Gebärmutter und Lockern der Bänder zurück. Kommen jedoch weitere Beschwerden wie Blutungen, Fieber oder krampfartige Schmerzen in SSW 7 hinzu, dann wende dich bitte an deine Hebamme oder deinen Frauenarzt, da dies auf eine Fehlgeburt hindeuten könnte.

Was ist in SSW 7 auf dem Ultraschall zu sehen?

In der Regel lässt sich dein Baby in der 7. SSW auf dem Ultraschall bereits gut erkennen. Aus diesem Grund ist dies ein guter Moment für den ersten Besuch beim Frauenarzt. In dieser Woche ist es möglich, dass mit Hilfe des Ultraschalls noch eine gute Chance besteht, den Entbidungszeitraum relativ genau zu bestimmen. Der Embryo ist etwa 5 bis 8 mm groß. Mit einem hochauflösenden Ultraschallgerät lassen sich bereits die Ansätze der Ärmchen und Beinchen ausmachen und dort, wo später die Augen sitzen werden, sind zwei schwarze Punkte zu sehen.

Gleichzeitig stehen die Chancen gut, dass du den Herzschlag deines Babys erleben darfst. Da wird bestimmt auch dein Herz gleich schneller schlagen! Genieße diesen Moment. Für viele Frauen wird die Schwangerschaft dadurch ein wenig realer und sie können sich jetzt erst richtig vorstellen, dass da wirklich ein kleiner Mensch in ihrem Bauch heranwächst.

Darauf solltest du in Schwangerschaftswoche 7 achten

Erkundige dich bei deiner Krankenkasse

Vorsorgeuntersuchungen, Geburtsvorbereitungskurs, Rufbereitschaft der Hebamme – es lohnt sich, schon früh bei deiner gesetzlichen oder privaten Krankenkasse nachzufragen, welche Leistungen bezüglich der Schwangerschaft und Geburt übernommen werden.

Tipps für die Suche nach einer Hebamme

Eine Hebamme ist dir in deiner Schwangerschaft eine wertvolle Begleitung. Sie wird dich bei allen Fragen und Sorgen rund ums Mamawerden auffangen, dich auf die Geburt vorbereiten, die Vorsorgeuntersuchungen übernehmen und die Wochenbettbesuche (Nachsorge) übernehmen. Die Hebamme kann, bis auf die bildgebenden Ultraschalluntersuchungen, alle Vorsorgeuntersuchungen der Schwangerschaft durchführen und den Mutterpass ausstellen. Leider herrschen in vielen Regionen Engpässe bei der Hebammenversorgung. Schaue dich darum möglichst früh nach einer Hebamme um, die zu dir passt. Folgende Tipps können dir bei der Suche helfen:

  • Schaue auf der Internetseite des jeweiligen Hebammenlandesverbands in deiner Region, frage in Geburtskliniken und Geburtshäusern nach oder erkundige dich bei deinem Frauenarzt sowie bei Freundinnen nach einer Empfehlung.
  • Wähle eine Hebamme in deiner Nähe. So kann sie schnell bei dir sein, wenn du dringend Hilfe brauchst.
  • Achte bei der Wahl deiner Hebamme darauf, ob sie alle Leistungen anbietet, die dir wichtig sind. Führt sie die Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft durch? Kann sie dich bei deiner Geburt im Krankenhaus, in der Geburtsklinik oder bei einer Hausgeburt begleiten? Wird sie auch die Wochenbettbetreuung (Nachsorge) übernehmen?
  • Wichtig ist zudem, dass die Chemie zwischen euch stimmt. Manche Frauen wünschen sich eine Hebamme im selben Alter, andere fühlen sich bei einem mütterlichen Typ in guten Händen. Ihr müsst natürlich nicht beste Freundinnen werden, aber sympathisch solltet ihr euch schon sein.

Hast du keine Hebamme vor Ort gefunden oder wünschst dir noch zusätzliche Unterstützung, dann kannst du gerne unsere Online-Angebote in Anspruch nehmen. Ob individuelle Betreuung, kostenlose Workshops wie „Online Schwangerschaftsvorsorge“ und „Einstieg in die Schwangerschaft“ oder Online-Geburtsvorbereitungskurse – bei Hebamme Katharina bist du in besten Händen.

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