Deine 6. Schwangerschaftswoche

Das Herz deines Babys beginnt zu schlagen! Wir verraten dir alles über Symptome, Beschwerden und die Entwicklung des Embryos in SSW 6.

6. SSW – das passiert in Schwangerschaftswoche 6

In dieser 6. SSW ist dein Baby noch winzig klein und doch entwickelt es sich rasend schnell. Welche faszinierenden Meilensteine es in diesen Tagen erreicht, wie sich der Cocktail an Schwangerschaftshormonen auf deinen Körper auswirkt und worauf du sonst noch achten solltest, erfährst du in diesem sechsten Teil unseres Schwangerschaftskalenders.

positiver Schwangerschaftstest

So entwickelt sich dein Baby in der 6. SSW

Seit der Befruchtung sind etwa vier Wochen vergangen und dein Baby ist 3 bis 5 mm groß. Es durchläuft nun eine sehr empfindliche Entwicklungsphase, weshalb du besonders gut auf dich Acht geben solltest.

Dein Baby verändert seine Form

Hatte der Embryo in der vergangenen Woche noch die Form einer ovalen Keimscheibe, wird er nun länglicher. Die winzige gekrümmte Gestalt erinnert an ein kleines Würmchen oder eine Kaulquappe. Aus dem oberen verdickten Ende wird der Kopf deines Babys entstehen. Der Rücken ist gebeugt und der Embryo hat in dieser Woche sogar eine Art Schwanz.

Das Herz deines Babys beginnt zu schlagen

An Tag 22 nach der Befruchtung, also direkt zu Beginn der sechsten Schwangerschaftswoche, geschieht etwas Wunderbares: Das Herz deines Babys schlägt zum ersten Mal. Es hat zu diesem Zeitpunkt die Form eines Schlauchs und zieht sich ab jetzt rhythmisch zusammen. Anfangs noch etwas langsam, doch schon bald schlägt es gut doppelt so schnell wie dein Herz. 160 Schläge pro Minute sind für deinen kleinen Embryo völlig normal. Zum Vergleich: Das Herz eines Erwachsenen weist in Ruhe eine Frequenz von etwa 60 Schlägen pro Minute auf. Dein Kleines ist also schon ganz schön flott unterwegs.

Organe, Nervensystem und Nabelschnur beginnen sich zu bilden

In dieser sechsten Woche passieren viele Dinge gleichzeitig. Im Bereich des Rückens entstehen das Neuralrohr und die Neuralleiste. Aus diesen werden sich das Gehirn, das Rückenmark und viele weitere Teile des Nervensystems entwickeln. Dies ist ein äußerst sensibler Prozess. Um Störungen und Fehlbildungen zu vermeiden, ist die Einnahme von Folsäure in dieser Frühphase der Schwangerschaft sehr wichtig. 400 Mikrogramm dieses B-Vitamins solltest du zusätzlich zur Nahrung zu dir nehmen.

Zeitgleich bildet sich der Darm deines Babys. Auch entwickeln sich die Vorstufen verschiedener Organe wie Magen, Leber und Lunge. Sogar die ersten Anlagen für Augen und Mund entstehen bereits. Ebenso wächst nun die Nabelschnur. Diese wird im weiteren Verlauf der Schwangerschaft eine Verbindung zwischen deinem Baby und der Plazenta darstellen und so dein ungeborenes Kind mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen.

Praktische Hilfe für dich:
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So geht es dir in der 6. SSW

Noch ist die Schwangerschaft äußerlich nicht sichtbar, doch die Entwicklung des Embryos geht rasend schnell voran und auch dein Körper konzentriert sich voll und ganz darauf, ein Baby auszutragen. Ein bunter Mix an Hormonen durchflutet dich und führt zu einer Zunahme der Schwangerschaftssymptome und –beschwerden. Es ist gut möglich, dass du dich durch die Veränderungen und die neue Lebenssituation verunsichert fühlst. Noch vor wenigen Wochen war alles normal und nun wächst da ein Baby in dir heran und du musst dich an den Gedanken gewöhnen, bald Mama zu werden.

Viele schwangere Frauen durchlaufen diese Phase(n) der Verunsicherung und jede Frau geht anders damit um. Den einen hilft es, sich möglichst ausführlich über alles, was da gerade im Körper vor sich geht, zu informieren. Andere versuchen es mit Entspannungstechniken. Vielleicht hilft es dir, jetzt schon Kontakt zu deinem Baby aufzunehmen, gedanklich oder in Gesprächen mit ihm in Verbindung zu kommen. Generell ist es ratsam, dich mit deinem Partner, deiner besten Freundin oder deiner Hebamme über all deine Unsicherheiten auszutauschen und zu wissen, dass du nicht alleine bist.

6. SSW – Symptome und Beschwerden

Deine Gebärmutter beginnt jetzt langsam zu wachsen. Findet in dieser Woche eine vaginale Untersuchung statt, so wird der Arzt oder die Hebamme feststellen, dass der Gebärmutterhals nun weicher wird. Durch die erhöhte Durchblutung verändert der Muttermund seine Farbe. Er erscheint nun bläulicher. Aufgrund der steigenden Hormonkonzentrationen im Körper, vor allem von hCG und Progesteron, haben viele Frauen zunehmend unter Schwangerschaftsbeschwerden zu leiden. Aber keine Sorge, falls du keine Veränderung bemerkst. Es gibt einige Frauen, die in der 6. SSW noch keine Anzeichen einer Schwangerschaft spüren. Im Folgenden stellen wir dir drei der häufigsten Symptome vor und zeigen dir, welche Maßnahmen helfen können.

Übelkeit und Erbrechen

Die meisten Frauen haben früher oder später im ersten Trimester mit Übelkeit zu kämpfen. Schuld daran ist vermutlich der Anstieg des Schwangerschaftshormons hCG. Glücklicherweise verschwinden diese Beschwerden in der Regel nach Ablauf der ersten zwölf Wochen. Nur wenigen Frauen ist die ganze Schwangerschaft über schlecht. Auch hat die Übelkeit keine negativen Folgen für dein Baby. Wenn es jedoch zu einem übermäßigen Erbrechen und starkem Flüssigkeitsverlust kommt, solltest du dich an deinen Arzt wenden. Leichte bis mäßige Schwangerschaftsübelkeit lässt sich wie folgt lindern:

  • Nimm keine zu großen Essensportionen ein, sondern verteile die Mahlzeiten über den Tag. So wird dein Magen weniger belastet und dein Blutzucker bleibt auf einem konstanten Level.
  • Meide stark gewürzte, säurehaltige und fettige Gerichte.
  • Wird dir morgens oft schlecht, dann nimm am besten schon vor dem Aufstehen im Bett eine Kleinigkeit zu dir.
  • Verzichte auf sehr kalte oder kohlensäurehaltige Getränke.
  • Bei vielen Frauen hilft Ingwertee gegen Übelkeit.
  • Es gibt viele homöopathische Mittel, die sich bei Schwangerschaftsübelkeit bewährt haben. Hierzu zählen unter anderem Sepia, Nux vomica und Arsenicum album. Da diese Mittel, wenn sie in niedriger Potenzierung eingenommen haben, Bestandteile des Ursprungsstoffes enthalten, können sie aber auch Nebenwirkungen haben. Du solltest deshalb auch homöopathische Medikamente nur nach Rücksprache mit der Hebamme oder dem Arzt einnehmen.
  • Auch ätherische Öle sind eine sehr angenehme Möglichkeit, Schwangerschaftsbeschwerden zu behandeln. Probiere einfach aus, welcher Duft dir am besten hilft. Generell haben sich Zitrone, Pfefferminze, Bergamotte und Mandarine bewährt.
  • Wende dich an deine Hebamme. Sie wird dir mit weiteren Tipps und Tricks helfen.

Brustspannen

Als eines der ersten Symptome der Schwangerschaft bemerken viele Frauen eine Veränderung der Brüste. Diese fühlen sich schon in den ersten Wochen praller, fester und größer an. Sie spannen und oft reagieren die Brustwarzen empfindlich auf Berührungen. Der Grund: Die Schwangerschaftshormone Prolaktin, Progesteron und Östrogen führen zu einer Vermehrung des Drüsengewebes. Schon jetzt beginnt sich deine Brust auf die Milchproduktion und das Stillen vorzubereiten.

Achte darauf, einen BH zu tragen, der den Busen nicht einschnürt. Viele Schwangere greifen gerne zum Sport-BH ohne Bügel. Fühlen sich deine Brustwarzen stark gereizt an, dann versuche es doch einmal mit einem entspannenden Lavendelbad oder Lavendelumschlag. Brustspannungen kannst du durch eine Massage mit Lavendel-, Orangenblüten- oder Mandelöl lindern.

Müdigkeit

Du brauchst plötzlich jeden Tag einen Mittagsschlaf und fühlst dich auch sonst die ganze Zeit müde? Kein Wunder, in deinem Körper geschehen gerade unglaubliche Dinge. Schließlich wächst ein neuer Mensch in dir heran. Dein Stoffwechsel stellt sich um, die Hormone spielen verrückt und dein Organismus muss sich erst an die neue Situation gewöhnen. Ursächlich für die starke Müdigkeit ist unter anderem das Hormon Progesteron, welches beruhigend auf die Organe wirkt. Nimm dir die Zeit, hin und wieder die Beine hochzulegen, und versuche, auch mit deinen Gedanken zur Ruhe zu kommen.

Möchtest du deinen Kreislauf in Schwung bringen, so empfiehlt sich etwas Bewegung. Lege zwischendurch eine Yogaeinheit ein oder unternimm Spaziergänge an der frischen Luft. Am Morgen wirken Wechselduschen mit warmem und lauwarmem Wasser sehr anregend. Einen ähnlichen Effekt haben auch Rosmarinbäder.

Was tun bei Blutungen in der 6. SSW

Für viele Frauen ist es ein großer Schreckmoment, wenn sie in der Frühschwangerschaft Blutungen feststellen. Etwa jede vierte Schwangere bemerkt in den ersten Wochen Schmierblutungen, die einmal oder mehrmals auftreten können. Hast du keine weiteren Beschwerden, wie etwa starke Unterleibsschmerzen, brauchst du dir keine allzu großen Sorgen zu machen. Dennoch solltest du sicherheitshalber einen Termin bei deinem Frauenarzt ausmachen. Eine Ultraschalluntersuchung bringt schnell Klarheit darüber, ob es deinem Baby gut geht. Eventuell liegt ein Progesteronmangel vor. Dieser kann durch eine Einnahme von Gestagen-Präparaten und Magnesium behandelt werden. Wurden bei dir Blutungen in der 6. SSW festgestellt, wird dir dein Arzt vermutlich dazu raten, dich vermehrt auszuruhen und die nächsten Tage auf Sex zu verzichten.

Was ist in SSW 6 auf dem Ultraschall zu sehen?

Bei einem Ultraschall in der 6. SSW besteht bereits die Chance, dass du den Embryo zu sehen bekommst. Dieser ist gegen Ende dieser Schwangerschaftswoche rund 4 bis 5 mm groß und lässt sich als gekrümmtes Würmchen darstellen. Zwar hat dein Baby schon einen Herzschlag, dieser ist aber öfters beim Ultraschall noch nicht sichtbar. Womöglich lässt sich schon der Pulsschlag in den Blutgefäßen der Nabelschnur erkennen. Mache dir aber keine Sorgen, wenn außer einer Fruchthöhle noch nichts zu sehen ist. Es gibt die sogenannten Eckenhocker, die ganz am Rand der Fruchthöhle sitzen und die sich erst ein wenig später zeigen. Und vielleicht ist dein Embryo auch etwas später entstanden, als du gerade denkst. Versuche dich am besten jetzt einmal daran zu erinnern, ob du den Tag der Zeugung erinnern kannst. Damit lässt sich die Entwicklung deines Babys und der Geburtszeitraum am besten bestimmen.

Darauf solltest du in Schwangerschaftswoche 6 achten

Um in dieser sechsten Woche deiner Schwangerschaft die Entwicklung des Babys optimal zu fördern, solltest du einige Dinge beachten:- Ernähre dich gesund und ausgewogen.

  • Verzichte auf Zigaretten und Alkohol.
  • Nimm weiterhin Folsäure ein.
  • Trinke ausreichend Wasser.
  • Gönne dir regelmäßig Ruhepausen.
  • Auf Bewegung solltest du nicht verzichten. Sanfte Sportarten wie Yoga, Nordic Walking und Wassergymnastik sind ideal.

Kümmere dich zudem um einen ersten Vorsorgetermin bei deinem Frauenarzt und schaue dich am besten jetzt schon nach einer Hebamme um. Ergänzen kannst du die Schwangerschaftsbegleitung durch unser Online-Angebot an Kursen und Workshops. Hebamme Katharina erklärt dir in unserem kostenlosen Workshop „Einstieg in die Schwangerschaft“ alles Wichtige rund um die anstehenden Vorsorgeuntersuchungen und die Entwicklung deines Babys in den ersten Wochen. Auch hat sie hilfreiche Tipps gegen Schwangerschaftsbeschwerden parat. Ebenfalls ideal für Schwangere im ersten Trimester sind die Workshops „Online Schwangerschaftsvorsorge“ und „Lerne deinen Mutterpass kennen und verstehen“.

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