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Die Vorbereitung für die Geburt beginnt ab der 36. SSW. Das gilt auch für die Dammmassage. Früher soll den Körper ja seine Halte- und Stützfunktion für das Baby erhalten. Ab der 36. SSW kann er sich dann langsam anfangen umzustellen. Bei Zwillingen, oder Risiken einer Frühgeburt, ist es aber besser, wenn du eine Woche später mit der körperlichen Vorbereitung startest.

Hämorrhoiden sind verdickte Venen am Anus. Die machen sich entweder dadurch bemerkbar, dass du die Verdickung tasten kannst, manchmal jucken oder schmerzen sie, manchmal Bluten sie auch. Schwangere haben häufig Hämorrhoiden. Das liegt an den auflockernden Hormonen. Das Gewebe wird weicher. Damit auch die Adern. Der Blutfluss aus den Beinen ist nicht mehr so gut. Es staut sich dann oft in den Adern um den Anus. Es kommt auch ein zusätzliches Gewicht durch das Kind auf die Adern. Verstopfung ist häufig dann der Auslöser für die Entstehung von Hämorrhoiden. Wie therapiert wird, ist individuell unterschiedlich. Grundsätzlich hilft aber creme mit Hamamelis, Hämorrhoidalzäpfchen von Weleda. Manchmal braucht es aber auch cremes, die ein Schmerzmittel enthalten.

Wenn es keine medizinische Gründe gegen das Auspulsieren der Nabelschnur gibt, ist es in jedem Fall gut für das Baby, wenn die Nabelschnur Auspulsieren darf. Es bekommt einfach mehr Blut mit ins Leben und damit einen stabileren Eisenspeicher. Allerdings muss das Baby das Blut nach der Geburt umbauen. Damit das gut geht, habe ich in meinen Säuglingspflegekursen ein ganzes Video für die Prophylaxe des “Gelben Kindes” gewidmet. Das Gegenargument ist nämlich, dass das Auspulsieren das Risiko der Hyperbilirubinämie erhöht, ist nicht von der Hand zu weisen. Aber dafür gibt es ein paar einfache Tricks. Kinder müssen eben nicht zu Gelb werden, nur weil man ihnen die Nabelschnur lässt.

Die Dammmassage, die ich in meinem Geburtsvorbereitungskurs online empfehle, ist ja nur ein kurzes “eincremen”. Das kann nach jedem Toilettengang gemacht werden. Einmal täglich hilft aber auch schon für die Verbesserung der Durchblutung.

Wenn du die Nabelschnur gerne Auspulsieren lassen möchtest, dann vermerke es in deinem Geburtsplan. Wenn du dafür eine Vorlage möchtest, dann findest du sie auf der Website.

Das war das sogenannte Vena-Cava-Syndrom. Das Baby lag mit seinem ganzen Gewicht auf deiner unteren Hohlvene. Das Blut aus den Beinen konnte nicht zurück fließen und fehlte dann deinem Kreislauf. Wenn die Rückenlage für Mamas Kreislauf nicht gut ist, dann ist es auch für das Baby im Bauch nicht gut. Wenn du also bemerkst, dass dir in der Rückenlage übel wird, du Kreislaufprobleme bekommst, dann drehe dich sofort auf die Seite. CTG schreibt man deshalb niemals in der Rückenlage. 

 

Der test wird Standardmäßig gemacht, auch bei Frauen, die geimpft sind. Weil es ja theoretisch möglich ist, dass der Impfschutz nachgelassen hat.

Senkwehen gehören in die 36. SSW. Davor gibt es natürlich auch immer wieder Kontraktionen, die sogenannten Schwangerschaftswehen. Diese dürfen aber nicht das Baby in Richtung Becken schieben und auch keine Veränderung am Muttermund machen. Dann sind sie Normal. Ob das so ist, muss natürlich abgeklärt werden.

 

Die Atemtechniken kannst du ganz gut in meinem Geburtsvorbereitungskurs online. lernen. Atemtechnik hilft nicht nur bei der Geburt, sondern auch zur Entspannung während der Schwangerschaft

 

Die untere Norm für den HB-Wert schwankt in der Schwangerschaft. Im ersten und letzten Drittel sollte der Wert über 11 G/DL liegen. Im zweiten Trimenon über 10 G/DL. Allerdings gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Wert auszudrücken. Deshalb ist es wichtig zu schauen, welche Verhältnisangabe gewählt wird. 

 

Du kannst in jedem Fall den Arzt Fragen, warum er jedes Mal einen Ultraschall macht. Er wird dir dafür eine Erklärung haben. Allerdings wäre es kein Argument, wenn er dir sagt, dass er das macht, um die Herztöne des Kinder zu Überprüfen. Das könnte er auch mit einem kleinen Gerät, dem Dopton machen. Ultraschalluntersuchungen sollen nämlich nur dann eingesetzt werden, wenn sie einen diagnostischen Nutzen haben.

 

Kinder bekommen in Deutschland nicht Standardmäßig direkt nach der Geburt eine Impfung. Sie bekommen, im Rahmen der Kinderuntersuchung U1, Vitamin K, damit die Blutgerinnung gut funktionieren kann. Das wird üblicherweise aber als Tropfen in den Mund gegeben. In Deutschland ist es üblich, dass vor jeder Prophylaxe Eltern befragt werden. Sie müssen dazu ja sagen. Sonst darf niemand dem Kind ein Medikament geben. Wenn du voller Überzeugung JA – oder gegebenenfalls auch NEIN – sagen möchtest, dann ist es gut, du hast dich vorab schon gut informiert und versucht für dich und das Baby eine gute Entscheidung zu treffen. Welche Prophylaxen und Untersuchungen auf euch in den ersten Tagen zukommen, ist Teil des Geburtsvorbereitungskurses

 

Himbeerblättertee zur Geburtsvorbereitung kann jede Frau bedenkenlos für sich probieren. Ein Heublumensitzbad kann auch entspannend und positiv für die Frau sein. Allerdings ist die Wirkung hier auch nicht belegt. Bitte vermeidet ein Heublumendampfbad. Damit solltet ihr wirklich aufpassen. Zur Geburtseinleitung sind beide Maßnahmen aber nicht geeignet. Sie fördern nicht die Wehentätigkeit. Ich habe dazu einen Artikel auf Elternundbaby.com 

 

Eine PDA hemmt grundsätzlich die eigene Wehentätigkeit. Es wird in den allermeisten Fällen ein Wehenmittel notwendig. Wenn du aber ein Schmerzmittel benötigst, dann ist das ein Nebeneffekt, den du in Kauf nehmen kannst. Den Bedarf einer PDA zu verringern, gelingt nachweislich, wenn du dich gut auf die Geburt vorbereitest und für dich viele passende Entspannungstechniken erlernt hast. Auch die Vorbereitung der Begleitperson ist wichtig. Denn deren Angst und Sorge erhöht nachweislich den Schmerzmittelbedarf der Gebärenden. In meinem Geburtsvorbereitungskurs online gehe ich sehr detailliert auf das Thema Schmerzmanagement ein.

Ob eine PDA benötigt wird oder nicht, hängt aber nicht nur von dir ab. Auch dein Baby muss mithelfen und sich richtig ins Becken einstellen und das Umfeld, wie beispielsweise das klinische Personal hat durch seine Achtsamkeit einen erheblichen Einfluss auf dein Wohlbefinden und deshalb auch auf deinen Schmerzmittelbedarf. Auch deshalb ist es wichtig, dass du dir den Geburtsort suchst, an dem du dich wohl und geborgen fühlst.

 

Die Geburt ist eine Teamleistung. Das Baby, die Mama und auch der Vater (wenn er zur Geburt mitgeht) Gebären gemeinsam. Es braucht keinen speziellen Vater-Kurs. Sondern es braucht ein Team, das gemeinsam auf diese Reise geht. Insofern ist der Geburtsvorbereitungskurs für beide wichtig. 

 

Halte unbedingt die Brüste warm. Vielleicht hilft es dir, wenn du schon jetzt Stilleinlagen aus Wolle und Seide trägst. Die Seide pflegt deine Hau und die Wolle wärmt und schützt vor Auskühlung. 

 

Eine Zervixlänge (GMH) von 2,4 cm gilt ab der 34. SSW zwar noch als verkürzt, das Frühgeburtsrisiko ist zu diesem späten Zeitpunkt der Schwangerschaft aber bereits deutlich geringer als bei einer Verkürzung in früheren Wochen.

Nach der AWMF-Leitlinie “Prävention und Therapie der Frühgeburt” gilt eine Zervixlänge unter 25 mm vor der vollendeten 34. SSW als verkürzt. Entscheidend ist der Zeitpunkt: Das höchste Frühgeburtsrisiko besteht bei einer Verkürzung deutlich vor der 24. SSW – bei dir, kurz vor der 34. SSW, ist die Situation deutlich entspannter, und dein Baby wäre bei einer Geburt ab jetzt bereits in einem reifen, gut versorgten Bereich. Eine verkürzte Zervix bedeutet zudem nicht automatisch eine unmittelbar bevorstehende Geburt – manche Schwangeren mit ähnlichen Werten gehen sogar über den errechneten Termin hinaus. Bettruhe wird heute übrigens nicht mehr pauschal empfohlen, da sie die Frühgeburtsrate laut Studienlage nicht nachweislich senkt, dafür aber das Thromboserisiko erhöht. Sprich deine konkrete Situation am besten mit deiner Hebamme oder deiner Frauenärztin/deinem Frauenarzt durch – bei Wehentätigkeit oder Druckgefühl im Unterbauch solltest du dich zeitnah vorstellen.

Quelle: AWMF-Leitlinie “Prävention und Therapie der Frühgeburt” (Stand 2022); DGGG

Ja – eine Doula bei der Geburt ist laut Cochrane-Studienlage nachweislich hilfreich: Sie erhöht die Wahrscheinlichkeit einer spontanen vaginalen Geburt, verkürzt die Wehendauer und senkt die Kaiserschnittrate.

Ein Cochrane-Review (Bohren et al., 2017) mit über 15.000 Frauen aus 17 Ländern zeigt: Kontinuierliche Unterstützung während der Geburt durch eine Person, die ausschließlich für diesen Zweck da ist – wie eine Doula –, ist mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für eine spontane vaginale Geburt, kürzeren Wehen, selteneren Kaiserschnitten und einer insgesamt zufriedeneren Geburtserfahrung verbunden. Wichtig zu wissen: Eine Doula ersetzt nicht die medizinische Betreuung durch Hebamme und Ärzt*in, sondern ergänzt sie durch durchgehende, persönliche Begleitung – etwas, das im oft hektischen Kreißsaalalltag sonst nicht immer möglich ist. Ob eine Doula zusätzlich zu deiner Hebammenbetreuung zu dir passt, ist am Ende eine persönliche Entscheidung – die wissenschaftliche Datenlage spricht aber klar für den Nutzen kontinuierlicher Begleitung.

Quelle: Cochrane Review, Bohren MA et al. 2017, “Kontinuierliche Unterstützung für Frauen während der Geburt” (CD003766)

Die Wehenabstände haben keinen Unterschied zwischen dem ersten und zweiten Kind. Der Unterschied ist nur, dass beim zweiten Kind die Gebärmutter schon weiß, dass sie unter Geburtswehen den Muttermund eröffnen muss. Es geht also etwas schneller. 

Wenn es zu spät für eine PDA ist, dann ist ja dein Baby schon fast geboren. Davor solltest du keine angst haben. Die PDA kann helfen, aber sie kann die Geburt auch zerstören. Helfen kann sie dann, wenn sie eingesetzt wird, um dir Zeit für Entspannung zu geben. Sie hilft, wenn sie benutzt wird, dir die Kraft für deine eigene Geburt zurück zu geben. Prophylaktisch gegeben hindert sie dich am gebären, denn du wirst in der Bewegung eingeschränkt und sie verhindert, dass du die schmerzstillende Hormonlage für dein Baby produzierst. Das macht dem Baby unnötigen Stress.

Dein Partner kann sich natürlich gegen die Anwesenheit bei der Geburt entscheiden. Dann verpasst er aber den zauberhaften Moment, bei dem das Baby endlich seine Geburt geschafft hat. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Männer die Angst verlieren, wenn sie sich mit dem Mechanismus der Geburt beschäftigt haben. Wenn sie konkret wissen, wovor sie angst haben. Weshalb ist es so wichtig, dass sie sich auf die Geburt vorbereiten. Sie brauchen das Wissen des Geburtsvorbereitungskurs. Das bekommen sie in meinem Online-Geburtsvorbereitungskurs. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dieser Männer sehr sicher und angstfrei macht. 

Das sagen in jedem Fall viele Frauen, die eine Geburtseinleitung mit Prostaglandin hatten. Und das ist auch vor dem Hintergrund verständlich, dass das Prostaglandin ja zusätzlich zu deinen eigenen Hormonen verabreicht wird und dann nicht vollständig an die Gebärmutter andockt, sondern auch frei im Blut schwimmt. Dort verstärkt es dann das Schmerzempfinden. Was allerdings auch passieren kann ist, dass die Wehen sehr häufig kommen und dadurch kaum Pausenzeiten zur Erholung sind. Das ist anstrengend, das führt dann zur Verkrampfung und das verstärkt dann die Schmerzen. Da kann aber Atemtechnik und die Geburtspositionen helfen, die ich dir im Kurs beibringe. Eine eingeleitete Geburt muss nicht schrecklich sein, wenn du gelernt hast, damit umzugehen.

Nein: Eine gut trainierte Bauchmuskulatur wirkt sich nicht negativ auf den Geburtsverlauf aus – relevant ist nicht die Geburt selbst, sondern die richtige Trainingsform in der zweiten Schwangerschaftshälfte.

Ein trainierter Rumpf kann dir während der Geburt sogar helfen, Kraft und Ausdauer gezielter einzusetzen. Der Punkt, an dem Bauchmuskeltraining in der Schwangerschaft relevant wird, liegt woanders: Ab etwa der 20. SSW sollte die gerade Bauchmuskulatur nur noch statisch (z. B. im Seitstütz), nicht mehr dynamisch trainiert werden – also keine klassischen Sit-ups oder Crunches mehr –, weil starkes dynamisches Training das Auseinanderweichen der Bauchmuskelstränge (Rektusdiastase) begünstigen kann. Das betrifft aber die Rückbildung nach der Geburt, nicht die Geburt selbst. Studien zu moderatem Sport in der Schwangerschaft zeigen zudem, dass er weder das Frühgeburtsrisiko noch das Risiko für ein untergewichtiges Baby erhöht. Kurz gesagt: Deine trainierte Bauchmuskulatur ist für die Geburt kein Risiko – achte in der zweiten Schwangerschaftshälfte nur auf die richtige Trainingsform.

Quelle: Interview Katharina Quack Lötscher, Präventionsfachärztin (Schweizer Illustrierte); Stiftung Warentest, Auswertung von Sportstudien in der Schwangerschaft

Weil es einen Wunschkaiserschnitt nur dann gibt, wenn du ihn selbst bezahlst. Er ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Es gibt gute Gründe für einen Kaiserschnitt. Relativ viele Frauen bekommen ihre Kinder auch per Kaiserschnitt. Deshalb erzähle ich auch ziemlich viel im Geburtsvorbereitungskurs, wie das abläuft und was da wichtig ist. Aber ohne medizinische Indikation ist ein Kaiserschnitt als große Bauchoperation für dich, das Baby und das nachfolgende Geschwisterlichen ein unnötiges Risiko. Gibt es den medizinischen Grund, dann verändert sich natürlich die Beurteilung des Risikos. Das ist klar. Und dann muss über den Kaiserschnitt unbedingt gesprochen werden. 

Himbeerblättertee fördert nicht Wehen. Er soll das Bindegewebe locker machen. Damit soll er eine gute Vorbereitung des Gewebes für die Geburt sein. 

Die Entscheidung für einen Kaiserschnitt kannst du jederzeit treffen. Auch noch unter der Geburt. Umso mehr Zeit du dir für diese Entscheidung lässt, umso mehr Chance gibst du dir und auch deinem Baby, dass ihr es schafft. Ein Kaiserschnitt ist eine große Bauchoperation, die nur dann gemacht werden sollte, wenn eine normale Geburt gefährlicher für dich oder das Baby wäre. Ein Kaiserschnitt ist nicht schmerzfrei. Die Schmerzen sind nur in die Wochen und Monate nach der Geburt des Babys verlagert.

Krankenhäuser haben in der Regel Halteseile, Gymnastikbälle, Igelbälle, Badewannen zur Entspannung da. Frag einfach in dem Kreißsaal nach, was dort vorhanden ist. Gibt es beispielsweise keinen Igel-Ball, oder keine Wärmflasche packst du das einfach ein. Was du alles noch in die Kliniktasche packen musst und was nicht, findest du in der Checkliste Kliniktasche von mir, die du auch im Geburtsvorbereitungskurs online findest.

In Deutschland wird die vorbeugende Gabe antibiotischer Augentropfen bei Neugeborenen (Credé-Prophylaxe) seit 1992 nicht mehr routinemäßig bei allen Babys durchgeführt, sondern nur noch gezielt bei erhöhtem Infektionsrisiko.

Der Grund: Dank der gründlichen Schwangerschaftsvorsorge werden Infektionsrisiken wie eine unbehandelte Gonokokken- oder Chlamydieninfektion bei der Mutter heute meist schon vorher erkannt und behandelt. Falls du ein erhöhtes Risiko vermutest, kannst du dich testen lassen – das entscheidet dann gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt über das weitere Vorgehen. Zeigt dein Baby nach der Geburt Symptome wie eine Augenentzündung, wird gezielt mit antibiotischer Augensalbe behandelt, nachdem der Erreger bestimmt wurde.

Quelle: DocCheck Flexikon “Credé-Prophylaxe”; Leitlinien der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin (GNPI)

Das kann ich so auf die Ferne nicht ohne weiteres beurteilen. Was ich aber sagen kann: Du bist so weit in der Schwangerschaft, dass dein Baby zwar noch im Bauch bleiben soll, es aber gute Chancen hätte, wenn es jetzt doch kommen würde. Noch ist der Gebärmutterhals aber offenbar ausreichend lang. Schone dich einfach noch ein wenig, dann kannst du sehr wahrscheinlich in Ruhe das Ende des letzten Trimester erleben. 

Nein – ein sogenanntes Kopf-Becken-Missverhältnis lässt sich vor der Geburt weder durch klinische Untersuchung noch durch bildgebende Verfahren zuverlässig vorhersagen.

Ein Cochrane-Review zur Pelvimetrie (Beckenvermessung) zeigt: Weder die klinische Austastung noch Röntgen-, CT- oder MRT-Messungen können vor der Geburt verlässlich klären, ob der kindliche Kopf durch das mütterliche Becken passt. Die Studienlage zeigt sogar, dass Frauen, bei denen eine Röntgen-Pelvimetrie durchgeführt wurde, häufiger per Kaiserschnitt entbanden – ohne dass sich dadurch bessere Ergebnisse für die Kinder zeigten. Der Grund: Wie gut der kindliche Kopf durch dein Becken passt, hängt von mehr ab als reinen Maßen – etwa der Verformbarkeit des kindlichen Schädels, der Geburtsposition und der Wehenkraft. Deshalb wird ein mögliches Kopf-Becken-Missverhältnis in der modernen Geburtshilfe in der Regel erst während der Geburt anhand des tatsächlichen Verlaufs beurteilt, nicht vorab errechnet.

Quelle: Cochrane Review, Pattinson RC et al. 2017, “Pelvimetrie bei Kopflage” (CD000161)

Liebe Lola, das geht vielen Frauen so. Aber versprochen: ich bin auch im Dezember zu erreichen. Wenn du jetzt Fragen in der Schwangerschaft hast, oder nach der Geburt die Tipps einer Hebamme brauchst, dann kannst du direkt in meinen Kalender einen Termin für dich Buchen. Auf notdiensthebamme.de kannst du dir persönliche Termine vereinbaren. In der Facebook-Gruppe zu den Kursen findest du die Tipps der Mütter und von mir. Du bist nicht allein. Nicht jetzt – und nicht im Wochenbett.

Nein, du musst den Vater deines Babys nicht zur Geburt mitnehmen, wenn du das nicht möchtest. Aber nimm jemanden mit, der dich unterstützen kann und möchte. Und der – oder diejenige – muss auch unbedingt auf die Geburt Vorbereitet sein, um dich gut unterstützen zu können.

Tatsächlich hat Zucker in der Ernährung einen Einfluss auf die Geburt und die Schmerzen. Dabei geht es aber nicht um einen Verzicht. Schon gar nicht um etwas absolutes. Weil Schwangere brauchen auch Kohlenhydrate. Es ist eine Frage der Menge und eine Frage der Verarbeitungsform. Vollkornprodukte enthalten auch Kohlenhydrate. Sie sind aber langsamer verfügbar und machen damit keinen so massiven Anstieg des Insulinspiegels

Der Wehentee ab der 39. SSW ist in jedem Fall in Ordnung. Er unterstützt die Vorbereitung deines Körpers. Wenn dein Baby nicht fertig ist, dann wird es durch den Tee nicht aus deinem Bauch getrieben. 

Die PDA ist natürlich eine Narkose. Die hat, wie jede medizinische Intervention Nebenwirkungen. Einfach so, sollte sie nicht eingesetzt werden. Wenn sie aber dafür benutzt wird, dass eine Mama neue Kraft sammelt und dann ihre Geburt weiter machen kann, dann ist sie eine wertvolle Hilfe

Du darfst alles essen, was dir schmeckt und guttut. Lass dich von deinem Gefühl und deinem Magen leiten. 

Das ist das Rezept für den Wehentee:

Für 1L Tee:

1 Stange Zimt; 10 Gewürznelken; 1 kleines stück Ingwer; 1 EL Eisenkraut-Tee

Gerade dann sind die Nelkenöltampons eine richtig gute Vorbereitung. Denn sie machen entweder die Geburtseinleitung unnötig, weil die Wehen so schon einsetzen, oder sie reduzieren den Medikamentenbedarf bei der Einleitung. Beim Blasensprung darf man die Nelkenöltampons nicht anwenden. 

Ja: Atemtechniken sind wissenschaftlich gut belegt und fester Bestandteil meiner Geburtsvorbereitung. Auch der neurowissenschaftliche Ansatz findest du in den Tipps in meinem Geburtsvorbereitungskurs. Für Hypnobirthing im engeren Sinn gibt es laut DGGG bislang kaum eigene wissenschaftliche Belege, wohl aber Hinweise, dass die enthaltenen Entspannungsübungen den Bedarf an Schmerzmitteln senken können.

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe kommt in ihrer offiziellen Stellungnahme zu dem Schluss, dass es “so gut wie keine wissenschaftlichen Belege für den Erfolg von Hypnobirthing” gibt, auch wenn Kursanbieter gern auf einzelne positive Studien verweisen. Ein Cochrane-Review zu Hypnose während der Geburt findet ebenfalls keine ausreichende Evidenz dafür, dass sie die Zufriedenheit mit der Schmerzlinderung verbessert – wohl aber Hinweise, dass sie den Bedarf an anderen Schmerzmitteln senken kann. Meine ehrliche Einschätzung als Hebamme: Die Entspannungs- und Visualisierungsübungen, die im Hypnobirthing stecken, können dir durchaus helfen, ruhiger und weniger ängstlich in die Geburt zu gehen – das ist ein echter, spürbarer Effekt. Erwarte davon aber keine “schmerzfreie Geburt”. Genau diese realistische Kombination aus fundierten Atemtechniken und Entspannungswissen vermittle ich dir in meiner Geburtsvorbereitung.

Quelle: DGGG-Stellungnahme “FAQ Hypnobirthing”; Cochrane Review “Hypnose zur Schmerztherapie während Wehentätigkeit und Geburt” (CD009356)

Das ist richtig. Deshalb ist es wichtig, dass die PDA auch erst dann eingesetzt wird, wenn man ohnehin zu müde ist, um aktiv zu arbeiten. Sie hilft beim Ausruhen und Kraft sammeln für die eigene Aktivität.

Dammmassage macht viel mehr Sinn als Epino. Weil mit Epino bekommst du vielleicht keinen Dammschnitt. Aber du bekommst ihn deshalb nicht, weil du den Beckenboden schon vor der Geburt ruiniert hast. Ein Schnitt heilt, den überlasteten Beckenboden durch die Geburt kannst du wieder heile trainieren im Rückbildungskurs. Aber den ruinierten Beckenboden nach Dauerüberdehnung bekommst du mit nichts mehr heile. Es ist gut, dass du deinem Gefühl gefolgt bist und nun eine andere Prophylaxe machst.

Ja, das geht. Aber du kannst natürlich nur deinen Körper fit machen. Die vielen Möglichkeiten zur Vorbereitung auf die Geburt starten in der 36. SSW. Die zeige ich dir alle im Geburtsvorbereitungskurs. Wenn es wirklich auf eine Geburtseeinleitung hinaus laufen sollte, dann ist der Wehentee und die Nelkenblütenöl-Tampons super. Aber das empfehle ich wirklich erst dann, wenn eine medikamentöse Einleitung absehbar notwendig wird.

Wenn alles in Ordnung ist, gibt es gar keinen Grund für einen Kaiserschnitt bei Zwillingen. Heute dürfen ja sogar Drillinge spontan zur Welt kommen, wenn medizinisch nichts im Wege steht. Wenn du den Rat bekommst, die Kinder per Kaiserschnitt zu gebären, frage nach dem Warum. Wenn du den Grund verstehen kannst, dann kannst du den Rat ja annehmen. Ansonsten lohnt es sich in jedem Fall zu fragen, ob es andere Möglichkeiten gibt, die auch eine risikoarme Alternative sein können. Oftmals wird erste einmal versucht, die Wehentätigkeit durch eine Geburtseinleitung in Gang zu bringen und erst dann, wenn sich abzeichnet, dass eine vaginale Geburt Komplikationen mit sich bringen lässt, die Entscheidung für die Sectio getroffen.

Dabei geht es darum, dass weniger Insulin ausgeschüttet wird und dadurch die Wirksamkeit des Prostaglandins gefördert wird. Ich rate aber die Ernährung schon in der 36. SSW umzustellen. Da beginnt deine körperliche Vorbereitung auf die Geburt.

Das ist ein Begriff für die Eipollösung. Das empfinden viele Frauen als schmerzhaft. Der medizinische Nutzen ist nicht nachgewiesen. Gemacht wird es nur dann, wenn du über den errechneten Termin gehst und der Gebärmutterhals schon etwas geöffnet ist. Du musst da aber gefragt werden, du musst da zustimmen. Es ist lediglich ein Angebot an dich, dass ausprobiert wird, ob die Eipollösung bei dir zu einer Wehentätigkeit führt. Du kannst das auch ablehnen und du kannst das auch jederzeit abbrechen, wenn es für dich zu unangenehm ist

Dann veratmest du die kurze Zeit deiner Geburt. Es ist ja nicht so, dass es keine Pausen gibt. Die Pausen sind nur kurz. Und wenn du dich gut konzentrierst, dann kannst du auch kurze Pausen zum Krafttanken nutzen. Wie, zeige ich dir im Geburtsvorbereitungskurs. Weil das müssen ja auch Frauen können, die eine Geburtseinleitung erleben.

Du musst dich nicht rasieren. Das ist wirklich komplett egal für die Geburt. Und übrigens: Schamhaare sind dafür da, um aufsteigende Keime abzufangen. Du musst sie nicht rasieren, wenn es nicht geht, oder es dir nicht gefällt.

Es ist wichtig, dass du dich entspannte auf die Geburt einlassen kannst. Deshalb ist es wichtig, dass du dich mit Wissen versorgst, Ängste abbaust, aber auch für ein schützendes Umfeld für deine Geburt sorgst. Du kannst aber auch körperlich viel dazu tun, dass du entspannt an die Geburt heran gehen kannst. Atemtechniken üben, Geburtspositionen lernen und dich körperlich fit machen für die Geburt. Aber auch Heublumensitzbäder können Teil deiner Vorbereitung sein. Deine körperliche Vorbereitung beginnt in der 36. SSW. Die vielen Möglichkeiten zeige ich dir im Geburtsvorbereitungskurs.

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